2025.02.16 Sechster Sonntag

Am sechsten Sonntag im Jahreskreis geht es um das Vertrauen auf Gott und die Umkehr der weltlichen Maßstäbe. Gleichzeitig ist dieser Sonntag in der traditionellen Liturgie als Septuagesima-Sonntag bekannt und markiert den Beginn der Vorfastenzeit. Etwa 70 Tage vor Ostern lädt die Kirche dazu ein, innerlich in die Bußgesinnung einzutreten und sich auf die Fastenzeit vorzubereiten, das „Alleluja“ verstummt, und die Lesungen betonen die Vergänglichkeit weltlicher Sicherheiten und die Notwendigkeit, das Herz auf Gott auszurichten.

Die Lesungen richten den Blick auf die radikale Unterscheidung zwischen irdischer Vergänglichkeit und ewiger Lebensfülle. Wahre Sicherheit ist nur in Gott zu finden. Wer auf menschliche Macht, Reichtum und Vergängliches vertraut, verliert sich. Doch wer sich auf Gott verlässt, bleibt auch in Zeiten der Not fest verwurzelt. Die Worte Jesu verdeutlichen, dass die Perspektive des Glaubens eine andere ist als die der Welt: nicht irdischer Wohlstand zählt, sondern das Vertrauen auf Gott und die Hoffnung auf das ewige Leben. 

Fragen wir uns: Vertraue ich voll und ganz auf Gott? Auch wenn dies Leid und Verzicht mit sich bringt? Will ich Jesus voll und ganz Nachfolgen? Mit ganzer Hingabe?

Die Botschaft dieses Sonntags fordert dazu auf, das Herz nicht an vergängliche Dinge zu hängen, sondern sich in der Liebe Gottes zu verwurzeln. In der Eucharistie empfangen wir das Leben, das bleibt, und werden fähig, die Herausforderungen des Lebens mit Hoffnung zu bestehen.