2024.12.29 Kommentar
Das Fest der Heiligen Familie stellt das Leben Jesu im Kontext seiner Familie ins Zentrum. Es zeigt, wie Gott durch das menschliche Familienleben wirkt und wie Vertrauen, Liebe und Glauben in der Familie gelebt werden. Die Lesungen verbinden die Themen der Hingabe, des Glaubens und des Gehorsams gegenüber Gott. Gott ruft uns, ihm zu gehören und in seiner Liebe zu wachsen.
1 Samuel 1,20-22.24-28: Hanna bringt ihren erbetenen Sohn Samuel als Zeichen ihrer Dankbarkeit Gott dar. Diese Geschichte zeigt das Vertrauen und die Hingabe Hannas an Gott. Dieser Akt zeigt konsequentes Vertrauen: Alles, was wir besitzen, stammt von Gott.
Psalm 84 (83): Der Beter sehnt sich nach der Nähe Gottes. Er will in den Höfen des Herrn leben, denn dort liegt der wahre Segen.
1 Johannes 3,1-2.21-24: Hier wird betont, dass wir Kinder Gottes sind, die in seiner Liebe und Gnade leben. Diese Identität führt zu Zuversicht und einem Leben nach seinen Geboten, das durch Liebe geprägt ist.
Lukas 2,41-52: Die Geschichte des zwölfjährigen Jesus im Tempel zeigt seine besondere Beziehung zu Gott, seinem Vater, und seinen Gehorsam gegenüber seinen irdischen Eltern. Es verdeutlicht, dass Jesus in Gottes Willen verwurzelt ist, auch wenn dieser für andere schwer zu verstehen ist.
Die Familie ist ein heiliger Ort, an dem der Glaube an Gott wächst, weitergegeben und gelebt wird. Sie ist eingebunden in Gottes Heilsplan, der in Jesus Christus offenbar wird. Hingabe, Vertrauen und die Orientierung an Gottes Willen stehen im Mittelpunkt.
Die Familie wird als „Hauskirche“ verstanden, ein Abbild der Dreifaltigkeit und ein Ort der Heiligung. Die Hingabe Hannas und der Gehorsam Jesu zeigen die zentrale Rolle von Vertrauen und Opferbereitschaft in der Beziehung zu Gott. Die Eucharistie ist die Quelle dieser Hingabe: In ihr erkennen wir Christus als den, der sein Leben vollkommen Gott geweiht hat, und sie stärkt Familien, den Glauben zu leben. Die Texte rufen dazu auf, die Familie als Grundzelle der Kirche zu sehen und sie durch den Glauben zu stärken.