2025.01.19

Am zweiten Sonntag im Jahreskreis geht es um Gottes rettendes Handeln, das sich in den Bildern der Hochzeit und der Fülle zeigt. Die Lesungen führen uns vom verheißungsvollen Bund Gottes mit Israel bis hin zur Fülle, die in Jesus Christus sichtbar wird.

Die Lesungen zeigen, dass Gott sich in Liebe und Treue seinem Volk zuwendet und die Fülle des Heils in Jesus Christus schenkt. Durch die Einheit der Kirche, die Offenbarung seiner Herrlichkeit und die Gnadengaben des Heiligen Geistes wird Gottes Plan sichtbar. Dieser Plan, die Erlösung der Menschheit und die Wiederherstellung der vollkommenen Gemeinschaft mit Gott, verwirklicht sich durch Jesus Christus. Als Bräutigam der Kirche begründet er einen neuen Bund, in dem alle Gläubigen in ewiger Freude und Liebe mit Gott vereint werden.

Die Hochzeit zu Kana ist ein Vorzeichen für dieses neue und ewige Leben, das Gott in Jesus Christus anbietet. Die Verwandlung von Wasser in Wein verdeutlicht die radikale Neuheit. Das Alltägliche wird in das Göttliche verwandelt, das Unvollkommene in die vollkommene Freude des himmlischen Hochzeitsmahls. Der überfließende Wein steht dabei für das Leben in Gottes Reich, das von Fülle, Freude und Gemeinschaft geprägt ist.

Gott greift lebensverändernd ein und wirkt heilvoll. Er schenkt Fülle und gibt seiner Braut eine neue Identität, beschrieben durch den neuen Namen. Gott übernimmt die Rolle des Bräutigams und macht das Leben reich. Dieser Reichtum zeigt sich besonders im Geschenk der Gaben des Geistes, die jedem Getauften eine besondere Aufgabe im Leib Christi geben und so die Gemeinschaft in Liebe und Glauben aufbauen.