2025.01.12

Am Fest der Taufe des Herrn geht es um die Offenbarung Jesu als der geliebte Sohn Gottes, der mit dem Heiligen Geist gesalbt ist und das Heil zu allen Völkern bringt.

Das Fest der Taufe des Herrn markiert das Ende der Weihnachtszeit und gleichzeitig den Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu. Es ist ein zentrales Ereignis, in dem die Dreifaltigkeit offenbart wird: Der Vater spricht, der Sohn wird im Jordan getauft, und der Heilige Geist erscheint in Gestalt einer Taube. Diese Szene verdeutlicht Jesu Identität als geliebter Sohn des Vaters und seine Sendung, der ganzen Welt Rettung und Heil zu bringen.

Die Taufe Jesu weist auf eine tiefere Dimension hin: Sie zeigt nicht nur seine priesterliche, prophetische und königliche Berufung, sondern macht auch deutlich, dass diese durch die Taufe auf jeden Christen übergeht. Als Getaufte sind wir berufen, das Evangelium in die Welt zu tragen und an Jesu Sendung teilzuhaben.

Die Taufe ist mehr als eine Reinigung von der Sünde. Sie schenkt eine neue Identität: Wir sterben dem alten Selbst und werden als Kinder Gottes wiedergeboren. Sie verankert uns im Heilsplan Gottes, reinigt von der Erbschuld und führt zu einem Leben in Christus. Durch die Taufe werden wir zu Gliedern des Leibes Christi und somit Teil der Familie des dreifaltigen Gottes.

Dieses sakramentale Geschehen steht in enger Verbindung zur Eucharistie. Während die Taufe uns in Christus eingliedert, stärkt und vertieft die Eucharistie unsere Einheit mit ihm. Gemeinsam bilden sie die Grundlage des Lebens in der Kirche, die im Auftrag Jesu das Heil allen Völkern verkündet.

Die Taufe ist somit nicht nur der Beginn unseres Glaubensweges, sondern auch der Anruf, aktiv an der Mission Jesu teilzunehmen und das Heil in der Welt sichtbar zu machen.