2024.12.22 Kommentar
Die Lesungen des vierten Adventsonntags betonen die zentrale Botschaft der Erwartung und Erfüllung der Verheißung Gottes in Jesus Christus. Er ist der verheißene Retter, der in Demut kommt, aber Frieden und Heil bis an die Enden der Erde bringt.
Micha 5,1-4a: Hier wird Bethlehem als der Ort genannt, aus dem der Messias hervorgehen wird. Obwohl klein und unbedeutend, wird diese Stadt durch Gottes Plan zum Ursprung des Retters, der Frieden und Sicherheit bringt. Es zeigt, dass Gott oft das Schwache und Unscheinbare erwählt, um Großes zu bewirken.
Psalm 80: Der Psalm ist ein Gebet um Rettung und Wiederherstellung. Es beschreibt Gott als den Hirten Israels, der seine Kraft zeigen und sein Volk retten soll. Diese Bitte wird durch Jesus erfüllt, der als der gute Hirte kommt.
Hebräerbrief 10,5-10: Diese Lesung verdeutlicht, dass Jesus in völliger Hingabe den Willen Gottes erfüllt. Die Opfer des Alten Bundes werden durch das einmalige Opfer Jesu abgelöst. Dies zeigt, dass Jesus der wahre Retter ist, dessen Opfer die Menschheit ein für alle Mal heiligt.
Lukas 1,39-45: Das Evangelium beschreibt die Begegnung zwischen Maria und Elisabeth. Diese Szene ist erfüllt von Freude und Glauben: Elisabeth erkennt Maria als die Mutter des Herrn, und Johannes im Leib hüpft vor Freude. Es zeigt, dass die Menschwerdung Jesu eine Quelle des Heils und der Freude ist.
Die Lesungen bereiten die Gläubigen unmittelbar auf das Weihnachtsfest vor, indem sie die Verbindung zwischen den Verheißungen des Alten Testaments und ihrer Erfüllung im Neuen Testament hervorheben. Sie laden dazu ein, sich auf die Geburt Jesu vorzubereiten, indem man sich wie Maria und Elisabeth vom Glauben, der Freude und der Hoffnung tragen lässt. Gott handelt, um seine Liebe und sein Heil der Welt zu schenken – durch Maria und durch den kommenden Messias.
Die Erfüllung der Prophezeiung: Die Verheißung aus dem Alten Testament (Micha) erfüllt sich im Neuen Testament (Maria und die Geburt Jesu).
Demut und Größe: Bethlehem, obwohl klein, wird zum Geburtsort des großen Königs. Maria, eine einfache junge Frau, wird zur Mutter des Messias. Gott wirkt durch das Kleine und Unscheinbare, um Großes zu vollbringen.
Freude und Heil: Die Begegnung zwischen Maria und Elisabeth im Evangelium ist von Freude geprägt: Das Kind hüpft vor Freude in Elisabeths Leib, und Maria wird für ihren Glauben gelobt. Die Freude an der Erfüllung der Verheißungen steht im Mittelpunkt.
Hingabe und Glaube: Maria wird seliggepriesen, weil sie dem Willen Gottes vertraut hat. Ebenso zeigt die zweite Lesung, dass Jesus durch seine Hingabe und seinen Gehorsam den Willen Gottes erfüllt.