2025.01.05

Am zweiten Sonntag nach Weihnachten geht es um die Menschwerdung des Wortes Gottes und die Gabe der göttlichen Weisheit. Gott offenbart sich dem Menschen und schenkt ihm seine Weisheit und Gnade. Das Zentrum ist Jesus Christus, der als fleischgewordenes Wort Licht und Leben bringt.

Gott sucht in seiner Weisheit und Liebe die Nähe zu den Menschen. Jesus Christus, das fleischgewordene Wort, ist die Offenbarung dieser Liebe und der Beginn einer neuen Schöpfung. Durch ihn können die Menschen die Herrlichkeit Gottes erkennen und an seinem Leben teilhaben. Die Kirche ist als das neue Israel in Christus vereint, der die Fülle der Offenbarung bringt.

Die Menschwerdung des Wortes ist der Kern des katholischen Glaubens und findet ihren tiefsten Ausdruck in der Eucharistie, in der Christus weiterhin unter den Menschen wohnt und sie mit seiner Gnade nährt. In jeder Messe wird Jesus Christus, das fleischgewordene Wort, gegenwärtig. Der Moment, in dem die Gläubigen vor der Kommunion die Worte aus Matthäus 8,8 sprechen – „Sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund“ – erinnert daran, dass das Wort Gottes heilend und lebensspendend wirkt. Dieses Wort, das Fleisch geworden ist, heilt nicht nur den Körper, sondern vor allem die Seele. Gott ruft durch sein Wort die Menschen in seine Gemeinschaft und schenkt ihnen Anteil an seiner göttlichen Herrlichkeit.