Dogmen der Kath Kirche
Die 255 unfehlbar verkündeten Dogmen des katholischen Glaubens
Gott, unser Schöpfer und Herr, kann durch das natürliche Licht der Vernunft aus den geschaffenen Dingen mit Gewissheit erkannt werden.
Die Existenz Gottes ist nicht nur Gegenstand der natürlichen Vernunfterkenntnis, sondern auch Gegenstand übernatürlichen Glaubens.
Das göttliche Wesen ist für die Menschen unergründlich.
Die Seligen im Himmel besitzen eine unmittelbare Anschauung des göttlichen Wesens.
Die unmittelbare Gottesschau übersteigt die natürliche Erkenntniskraft der menschlichen Seele und ist daher übernatürlich.
Für die unmittelbare Gottesschau benötigt die Seele das „Licht der Herrlichkeit“ (lumen gloriae).
Das Wesen Gottes ist auch für die Seligen im Himmel unergründlich.
Die göttlichen Attribute sind untereinander und mit dem göttlichen Wesen selbst wirklich identisch.
Gott ist absolut vollkommen.
Gott ist in jeder Vollkommenheit tatsächlich unendlich.
Gott ist absolut einfach.
Es gibt nur einen Gott.
Dieser eine Gott ist im ontologischen Sinn der wahre Gott.
Gott besitzt eine unendliche Erkenntniskraft.
Gott ist die absolute Wahrhaftigkeit.
Gott ist absolut treu.
Gott ist in sich selbst und im Verhältnis zu anderen das absolute ontologische Gute.
Gott ist die absolute moralische Güte oder Heiligkeit.
Gott ist absolute Gütigkeit.
Gott ist absolut unveränderlich.
Gott ist ewig.
Gott ist unermesslich oder absolut unbegrenzt.
Gott ist in jedem geschaffenen Raum gegenwärtig.
Das Wissen Gottes ist unendlich.
Gott erkennt alles nur Mögliche durch das Wissen einfacher Einsicht (scientia simplicis intelligentiae).
Gott erkennt alle wirklichen Dinge in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft (scientia visionis).
Durch das Wissen der Schau (scientia visionis) erkennt Gott auch die freien Handlungen vernunftbegabter Geschöpfe mit unfehlbarer Gewissheit voraus.
Gottes göttlicher Wille ist unendlich.
Gott liebt sich selbst aus Notwendigkeit, erschafft aber die außer-göttlichen Dinge aus Freiheit und Willen.
Gott ist allmächtig.
Gott ist der Herr des Himmels und der Erde.
Gott ist unendlich gerecht.
Gott ist unendlich barmherzig.
In Gott gibt es drei Personen: den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Jede dieser drei Personen besitzt ein und dasselbe (numerische) göttliche Wesen.
In Gott gibt es zwei innergöttliche Vorgänge (Prozessionen).
Subjekt der inneren göttlichen Prozessionen (im aktiven und im passiven Sinn) sind die göttlichen Personen, nicht die göttliche Natur.
Die zweite göttliche Person geht aus der ersten göttlichen Person durch Zeugung hervor und ist ihr daher zugeordnet wie der Sohn dem Vater.
Der Heilige Geist geht aus dem Vater und dem Sohn als aus einem einzigen Prinzip durch eine einzige Hauchung hervor.
Der Heilige Geist geht nicht durch Zeugung, sondern durch Hauchung hervor.
Die Beziehungen (Relationen) in Gott sind wirklich mit der göttlichen Natur identisch.
Die drei göttlichen Personen sind ineinander.
Alle nach außen gerichteten (ad extra) Wirkungen Gottes sind allen drei Personen gemeinsam.
Alles, was außerhalb Gottes existiert, ist in seinem ganzen Wesen von Gott aus dem Nichts erschaffen.
Gott wurde durch seine Güte zur Erschaffung der Welt bewegt.
Die Welt wurde zur Verherrlichung Gottes erschaffen.
Die drei göttlichen Personen sind das einzige gemeinsame Schöpfungsprinzip.
Gott erschuf die Welt frei, ohne äußeren Zwang und ohne innere Notwendigkeit.
Gott hat eine gute Welt geschaffen.
Die Welt hatte einen zeitlichen Anfang.
Gott allein hat die Welt erschaffen.
Gott erhält alle geschaffenen Dinge im Sein.
Gott schützt und lenkt durch seine Vorsehung alles, was er erschaffen hat.
Der erste Mensch wurde von Gott erschaffen.
Der Mensch besteht aus zwei wesentlichen Teilen: einem materiellen Leib und einer geistigen Seele.
Die vernünftige Seele ist von sich aus (per se) die wesentliche Form des Leibes.
Jeder Mensch besitzt eine individuelle Seele.
Gott hat dem Menschen eine übernatürliche Bestimmung verliehen.
Unsere Stammeltern waren vor dem Sündenfall mit heiligmachender Gnade ausgestattet.
Sie waren außerdem mit dem Donum immortalitatis, d. h. mit der Gabe leiblicher Unsterblichkeit, beschenkt.
Unsere Stammeltern sündigten im Paradies schwer, indem sie das göttliche Prüfungsgebot übertraten.
Durch diese Sünde verloren unsere Stammeltern die heiligmachende Gnade und riefen den Zorn und Unwillen Gottes hervor.
Unsere Stammeltern wurden dem Tod und der Herrschaft des Teufels unterworfen.
Die Sünde Adams wird seinen Nachkommen nicht durch Nachahmung, sondern durch Abstammung weitergegeben.
Die Erbsünde wird durch natürliche Zeugung übertragen.
Im Zustand der Erbsünde ist der Mensch der heiligmachenden Gnade und allem, was diese einschließt, sowie der übernatürlichen Gaben der Unversehrtheit beraubt.
Seelen, die im Zustand der Erbsünde aus dem Leben scheiden, sind von der Gottesschau ausgeschlossen.
Am Anfang der Zeit erschuf Gott geistige Wesen (Engel) aus dem Nichts.
Das Wesen der Engel ist geistig.
Die zweitrangige Aufgabe der guten Engel ist der Schutz der Menschen und die Sorge um ihr Heil.
Der Teufel hat aufgrund der Sünde Adams eine gewisse Herrschaft über die Menschheit.
Jesus Christus ist wahrer Gott und wahrer Sohn Gottes.
Christus nahm einen wirklichen Leib an, nicht einen scheinbaren.
Christus nahm nicht nur einen Leib, sondern auch eine vernünftige Seele an.
Christus wurde wahrhaft aus einer Tochter Adams geboren, der Jungfrau Maria.
Die göttliche und die menschliche Natur sind in Christus hypostatisch vereint, d. h. in einer Person verbunden.
Der menschgewordene Christus ist eine einzige, also dieselbe Person. Er ist Gott und Mensch zugleich.
Der Gott-Logos ist durch eine innere, physische bzw. substanzielle Vereinigung mit dem Fleisch verbunden. Christus ist nicht „Gottträger“, sondern wirklich Gott.
Die in der Heiligen Schrift und bei den Kirchenvätern von Christus ausgesagten göttlichen und menschlichen Tätigkeiten dürfen nicht auf zwei Personen oder Hypostasen – den Menschen Christus und den Gott-Logos – verteilt werden. Sie müssen dem einen Christus, dem Fleisch gewordenen Logos, zugeschrieben werden. Es ist der göttliche Logos, der im Fleisch gelitten, gekreuzigt, gestorben und auferstanden ist.
Die heilige Jungfrau ist Gottesgebärerin, da sie den Gott-Logos, der Fleisch geworden ist, wirklich geboren hat.
In der hypostatischen Union bleibt jede der beiden Naturen Christi unversehrt, unverwandelt und unvermischt.
Jede der beiden Naturen in Christus hat ihren eigenen natürlichen Willen und ihre eigene natürliche Handlungsweise.
Die hypostatische Union der menschlichen Natur Christi mit dem göttlichen Logos fand im Augenblick der Empfängnis statt.
Die hypostatische Union wird niemals aufhören.
Die hypostatische Union wurde vom dreifaltigen Gott in gemeinschaftlichem Handeln bewirkt.
Nur die zweite göttliche Person ist Mensch geworden.
Nicht nur als Gott, sondern auch als Mensch ist Jesus Christus der natürliche Sohn Gottes.
Der Gott-Mensch Jesus Christus ist mit einer einzigen Form der Verehrung anzubeten, nämlich mit der absoluten Anbetung (Latria), die Gott allein gebührt.
Die göttlichen und die menschlichen Eigenschaften und Tätigkeiten Christi sind dem einen fleischgewordenen Wort zuzuschreiben.
Christus war frei von jeder Sünde, sowohl von der Erbsünde als auch von jeder persönlichen Sünde.
Die menschliche Natur Christi war leidensfähig (d. h. empfänglich für Empfindung und Leiden).
Der Sohn Gottes ist Mensch geworden, um die Menschen zu erlösen.
Der gefallene Mensch kann sich nicht selbst erlösen.
Der Gott-Mensch Jesus Christus ist Hohepriester.
Christus hat sich am Kreuz selbst als ein wahres und eigentliches Opfer dargebracht.
Christus hat uns durch sein Opfer am Kreuz losgekauft und mit Gott versöhnt.
Christus ist nicht nur für die Vorherbestimmten gestorben.
Sein Sühnopfer erstreckt sich nicht auf die gefallenen Engel.
Christus hat durch sein Leiden und Sterben Lohn vor Gott verdient.
Nach seinem Tod stieg die vom Leib getrennte Seele Christi in das Totenreich hinab.
Am dritten Tag nach seinem Tod ist Christus ruhmreich von den Toten auferstanden.
Christus ist mit Leib und Seele in den Himmel aufgefahren und sitzt zur Rechten des Vaters.
Maria ist wahrhaft Gottesgebärerin (Mutter Gottes).
Maria wurde ohne Makel der Erbsünde empfangen (Unbefleckte Empfängnis).
Maria wurde vom Heiligen Geist ohne Mitwirkung eines Mannes schwanger.
Maria gebar ihren Sohn, ohne dass ihre jungfräuliche Unversehrtheit verletzt wurde.
Auch nach der Geburt Jesu blieb Maria Jungfrau.
Maria war Jungfrau vor, während und nach der Geburt Jesu Christi.
Maria wurde mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen (Mariä Himmelfahrt).
Es gibt ein übernatürliches Eingreifen Gottes in die Seelenkräfte, das dem freien Akt des Willens vorausgeht.
Es gibt einen übernatürlichen Einfluss Gottes in die Seelenkräfte, der zeitgleich mit dem freien Willensakt des Menschen stattfindet.
Für jede heilswirksame Handlung ist die innere übernatürliche Gnade Gottes (gratia elevans) unbedingt notwendig.
Innere übernatürliche Gnade ist absolut notwendig für den Beginn von Glaube und Heil.
Ohne die besondere Hilfe Gottes kann der Gerechtfertigte nicht bis zum Ende in der Rechtfertigung verharren.
Der Gerechtfertigte ist nicht in der Lage, sein ganzes Leben lang alle Sünden (selbst lässliche) zu vermeiden, ohne ein besonderes Privileg der Gnade Gottes.
Auch im gefallenen Zustand kann der Mensch durch seine natürliche Verstandeskraft religiöse und sittliche Wahrheiten erkennen.
Zur Vollbringung einer sittlich guten Tat ist die heiligmachende Gnade nicht erforderlich.
Im Zustand der gefallenen Natur ist es für den Menschen ohne übernatürliche Offenbarung moralisch unmöglich, alle religiösen und sittlichen Wahrheiten der natürlichen Ordnung leicht, mit absoluter Gewissheit und ohne Beimischung von Irrtum zu erkennen.
Die Gnade kann nicht durch natürliche Werke erworben werden, weder de condigno noch de congruo.
Gott gibt allen Gerechten genügend Gnade (gratia proxime vel remote sufficiens) zur Erfüllung der göttlichen Gebote.
Gott hat durch seinen ewigen Willensentschluss bestimmte Menschen zur ewigen Seligkeit vorherbestimmt.
Gott hat durch einen ewigen Willensentschluss bestimmte Menschen aufgrund ihrer vorausgesehenen Sünden zur ewigen Verwerfung vorherbestimmt.
Der menschliche Wille bleibt unter dem Einfluss der wirksamen Gnade frei, diese Gnade ist nicht unwiderstehlich.
Es gibt eine Gnade, die wahrhaft ausreichend, aber letztlich unwirksam bleibt (gratia vere et mere sufficiens).
Der Sünder kann und muss sich durch die Hilfe der aktuellen Gnade auf den Empfang der Gnade vorbereiten, durch die er gerechtfertigt wird.
Die Rechtfertigung eines Erwachsenen ist ohne Glauben nicht möglich.
Zusätzlich zum Glauben müssen weitere dispositionsbildende Akte vorhanden sein.
Die heiligmachende Gnade heiligt die Seele.
Die heiligmachende Gnade macht den Gerechten zum Freund Gottes.
Die heiligmachende Gnade macht den Gerechten zum Kind Gottes und verleiht ihm Anspruch auf das Himmelserbe.
Mit der heiligmachenden Gnade werden die drei göttlichen bzw. theologischen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe eingegossen.
Ohne besondere göttliche Offenbarung kann niemand mit Glaubensgewissheit wissen, ob er sich im Stand der Gnade befindet.
Der Grad der rechtfertigenden Gnade ist bei allen Gerechten nicht derselbe.
Die Gnade kann durch gute Werke vermehrt werden.
Die Gnade, durch die wir gerechtfertigt werden, kann verloren gehen und geht durch jede schwere (tödliche, ernsthafte) Sünde verloren.
Durch seine guten Werke erwirbt der Gerechtfertigte sich tatsächlich einen Anspruch auf übernatürlichen Lohn von Gott.
Durch jedes gute Werk verdient sich der Gerechte ein Wachstum an heiligmachender Gnade, das ewige Leben (falls er im Stand der Gnade stirbt) und eine Erhöhung der himmlischen Herrlichkeit.
Die Kirche wurde vom Gott-Menschen Jesus Christus gegründet.
Unser Erlöser selbst erhält die von ihm gegründete Gesellschaft, die Kirche, mit göttlicher Kraft aufrecht.
Christus ist der göttliche Erlöser seines Leibes, der Kirche.
Christus gründete die Kirche, um sein Erlösungswerk für alle Zeiten fortzuführen.
Christus gab seiner Kirche eine hierarchische Verfassung.
Die den Aposteln verliehenen Vollmachten sind auf die Bischöfe übergegangen.
Christus bestimmte den Apostel Petrus zum Ersten aller Apostel und zum sichtbaren Haupt der ganzen Kirche, indem er ihm unmittelbar und persönlich den Jurisdiktionsprimat verlieh.
Nach Christi Anordnung soll Petrus in seinem Primat über die ganze Kirche und für alle Zeiten Nachfolger haben.
Die Nachfolger des Petrus im Primat sind die Bischöfe von Rom.
Der Papst besitzt die volle und oberste Jurisdiktionsgewalt über die ganze Kirche, nicht nur in Glaubens- und Sittenfragen, sondern auch in Fragen der Kirchenzucht und -leitung.
Der Papst ist unfehlbar, wenn er ex cathedra spricht.
Kraft göttlichen Rechts besitzen die Bischöfe eine ordentliche Regierungsgewalt in ihren Diözesen.
Christus ist das Haupt der Kirche.
In der endgültigen Entscheidung über Glaubens- und Sittenlehren ist die Kirche unfehlbar.
Gegenstand der primären Unfehlbarkeit sind die formal geoffenbarten Wahrheiten der christlichen Lehre über Glauben und Sitte.
Die Gesamtheit der Bischöfe ist unfehlbar, wenn sie, sei es versammelt im allgemeinen Konzil oder über die Erde verstreut, eine Lehre in Glauben und Sitten als für alle Gläubigen verbindlich vorlegen.
Die von Christus gegründete Kirche ist einzig und eine.
Die von Christus gegründete Kirche ist heilig.
Die von Christus gegründete Kirche ist katholisch.
Die von Christus gegründete Kirche ist apostolisch.
Die Zugehörigkeit zur Kirche ist für alle Menschen zum Heil notwendig.
Es ist erlaubt und nützlich, die Heiligen im Himmel zu verehren und ihre Fürsprache anzurufen.
Es ist erlaubt und nützlich, die Reliquien der Heiligen zu verehren.
Es ist erlaubt und nützlich, die Bilder der Heiligen zu verehren.
Die lebenden Gläubigen können den Seelen im Fegefeuer durch ihre Fürbitte (Suffragien) helfen.
Die Sakramente des Neuen Bundes enthalten die Gnade, die sie bezeichnen, und verleihen sie denen, die sie nicht hindern.
Die Sakramente wirken ex opere operato (allein durch die gültige Vollziehung).
Alle Sakramente des Neuen Bundes spenden den Empfängern die heiligmachende Gnade.
Drei Sakramente – Taufe, Firmung und Weihe – prägen ein Prägemal, also ein unauslöschliches geistiges Zeichen ein und können daher nicht wiederholt werden.
Das Sakramentale Prägemal (Character) ist ein geistiges Zeichen, das der Seele eingeprägt wird.
Dieses Prägemal bleibt zumindest bis zum Tod dessen bestehen, der es trägt.
Alle Sakramente des Neuen Bundes wurden von Jesus Christus eingesetzt.
Es gibt sieben Sakramente des Neuen Gesetzes.
Die Sakramente des Neuen Bundes sind für das Heil der Menschheit notwendig.
Für die gültige Spendung der Sakramente muss der Spender das Sakramentenzeichen in der richtigen Weise vollziehen.
Der Spender muss ferner zumindest die Absicht haben, das zu tun, was die Kirche tut.
Beim Empfang der Sakramente durch Erwachsene ist die sittliche Würdigkeit für den würdigen oder fruchtbaren Empfang erforderlich.
Die Taufe ist ein wahres von Jesus Christus eingesetztes Sakrament.
Die entfernte Materie (materia remota) des Sakraments der Taufe ist wahres und natürliches Wasser.
Die Taufe verleiht die Gnade der Rechtfertigung.
Die Taufe bewirkt den Erlass aller Sündenstrafen, sowohl der ewigen als auch der zeitlichen.
Auch wenn sie unwürdig empfangen wird, prägt die gültige Taufe der Seele des Empfängers ein unauslöschliches geistiges Zeichen ein (Taufcharakter) und kann daher nicht wiederholt werden.
Die Wassertaufe (Baptismus fluminis) ist seit der Verkündigung des Evangeliums für alle Menschen ausnahmslos zum Heil notwendig.
Die Taufe kann von jedem gültig gespendet werden.
Die Taufe kann jeder Person im pilgernden Zustand gespendet werden, die noch nicht getauft ist.
Die Taufe von kleinen Kindern ist gültig und erlaubt.
Die Firmung ist ein eigentliches und wahres Sakrament.
Die Firmung prägt der Seele ein unauslöschliches geistiges Zeichen ein und kann daher nicht wiederholt werden.
Der ordentliche Spender der Firmung ist allein der Bischof.
Leib und Blut Jesu Christi sind in der Eucharistie wahrhaft, wirklich und wesentlich gegenwärtig.
Christus wird im Altarsakrament gegenwärtig durch die Verwandlung der ganzen Substanz des Brotes in seinen Leib und der ganzen Substanz des Weines in sein Blut.
Die Akzidenzien (Gestalten) von Brot und Wein bleiben nach der Wesensverwandlung bestehen.
Leib und Blut Christi sind zusammen mit seiner Seele und seiner Gottheit, also der ganze Christus, in der Eucharistie wirklich gegenwärtig.
Der ganze Christus ist unter jeder der beiden Gestalten gegenwärtig.
Wenn eine der konsekrierten Gestalten geteilt wird, so ist in jedem Teil die ganze Gestalt Christi gegenwärtig.
Nach vollzogener Wandlung bleiben Leib und Blut Christi dauernd in der Eucharistie gegenwärtig.
Christus, der in der Eucharistie gegenwärtig ist, muss mit der Anbetung (latria) verehrt werden.
Die Eucharistie ist ein wahres, von Christus eingesetztes Sakrament.
Die Materie zur Vollziehung der Eucharistie ist Brot und Wein.
Für Kinder vor dem Vernunftalter ist der Empfang der Eucharistie nicht zum Heil notwendig.
Die Kommunion unter beiden Gestalten ist für kein einzelnes Glied der Gläubigen notwendig, weder kraft göttlicher Vorschrift noch als Heilsmittel.
Die Vollmacht zur Konsekration kommt allein dem gültig geweihten Priester zu.
Das Sakrament der Eucharistie kann von jedem getauften Menschen im pilgernden Zustand, einschließlich Kleinkindern, gültig empfangen werden.
Für den würdigen Empfang der Eucharistie sind der Gnadenstand und die rechte, fromme Gesinnung erforderlich.
Die heilige Messe ist ein wahres und eigentliches Opfer.
Im Messopfer wird das Opfer Christi am Kreuz gegenwärtig, sein Gedächtnis wird gefeiert und seine heilbringende Kraft angewandt.
Im Messopfer und im Opfer am Kreuz sind Opfergabe und hauptsächlicher Opferpriester identisch; nur die Weise und Art der Darbringung sind verschieden.
Das Messopfer ist nicht nur ein Lob- und Dankopfer, sondern auch ein Sühn- und Bittopfer.
Die Kirche hat von Christus die Vollmacht erhalten, Sünden zu vergeben, die nach der Taufe begangen wurden.
Durch die Lossprechung der Kirche werden die Sünden wahrhaft und unmittelbar erlassen.
Die Vollmacht der Kirche, Sünden zu vergeben, erstreckt sich ausnahmslos auf alle Sünden.
Die Ausübung dieser Vollmacht zur Sündenvergebung ist ein richterlicher Akt.
Die Sündenvergebung, die im Bußgericht (Sakrament der Buße) geschieht, ist ein eigenes, wahres Sakrament, das sich von der Taufe unterscheidet.
Die außersakramentale Rechtfertigung wird nur dann durch vollkommene Reue (contritio) bewirkt, wenn sie mit dem Verlangen nach dem Sakrament (votum sacramenti) verbunden ist.
Die aus Furcht entspringende Reue ist eine sittlich gute und übernatürliche Handlung.
Die sakramentale Sündenbekenntnis ist von Gott angeordnet und zum Heil notwendig.
Kraft göttlicher Vorschrift müssen alle schweren Sünden (tödlich, ernsthaft) nach Art und Zahl sowie jene Umstände, die ihre Art verändern, gebeichtet werden.
Das Bekenntnis von lässlichen Sünden ist nicht notwendig, aber erlaubt und nützlich.
Nicht immer werden mit der Schuld der Sünde auch alle zeitlichen Sündenstrafen von Gott erlassen.
Der Priester hat Recht und Pflicht, Bußwerke anzuordnen, die der Schwere der Sünden und den Möglichkeiten des Büßers entsprechen.
Außersakramentale Bußwerke, wie das freiwillige Vollziehen von Bußübungen und das geduldige Tragen von Leiden, die Gott schickt, haben Sühnwert.
Die Form des Bußsakramentes besteht in den Lossprechungsworten.
Die Lossprechung bewirkt in Verbindung mit den Akten des Büßers die Vergebung der Sünden.
Die hauptsächliche Wirkung des Bußsakramentes ist die Versöhnung des Sünders mit Gott.
Das Bußsakrament ist für das Heil notwendig für jene, die nach der Taufe schwere Sünde begehen.
Einzig Bischöfe und Priester besitzen die Vollmacht der kirchlichen Lossprechung.
Die Lossprechung durch Diakone, Kleriker niedrigerer Weihen oder Laien ist keine sakramentale Lossprechung.
Das Sakrament der Buße kann von jedem Getauften empfangen werden, der nach der Taufe eine schwere oder eine lässliche Sünde begangen hat.
Die Kirche hat die Vollmacht, Ablässe zu gewähren.
Der Gebrauch von Ablässen ist den Gläubigen nützlich und heilsam.
Die Krankensalbung (letzte Ölung) ist ein wahres und richtiges Sakrament, das von Christus eingesetzt wurde.
Die entfernte Materie der Krankensalbung ist Öl.
Die Form besteht im Gebet des Priesters für den Kranken, welches die Salbung begleitet.
Die Krankensalbung verleiht dem Kranken heiligmachende Gnade, um ihn aufzurichten und zu stärken.
Die Krankensalbung bewirkt den Erlass noch verbleibender schwerer und lässlicher Sünden.
Mitunter führt die Krankensalbung, wenn es dem geistlichen Heil förderlich ist, zur Wiederherstellung der leiblichen Gesundheit.
Nur Bischöfe und Priester können die Krankensalbung gültig spenden.
Die Krankensalbung kann nur von Gläubigen empfangen werden, die schwer erkrankt sind.
Die heilige Weihe ist ein wahres und eigentliches Sakrament, das von Christus eingesetzt wurde.
Die Priesterweihe ist ein Sakrament.
Die Bischöfe stehen in der Rangordnung über den Priestern.
Das Weihesakrament verleiht dem Empfänger die heiligmachende Gnade.
Das Weihesakrament prägt ein Prägemal ein.
Das Weihesakrament verleiht dem Empfänger eine bleibende geistliche Macht.
Der ordentliche Spender aller Stufen der Weihe, sowohl der sakramentalen als auch der nicht-sakramentalen, ist allein der gültig geweihte Bischof.
Die Ehe ist ein wahres und eigentliches Sakrament, das von Gott eingesetzt ist.
Aus dem sakramentalen Ehebund erwächst das Eheband, das die beiden Ehepartner zu einer lebenslangen, unauflöslichen Gemeinschaft verbindet.
Das Sakrament der Ehe verleiht den Brautleuten heiligmachende Gnade.
Im gegenwärtigen Heilszustand ist der Tod eine Strafe für die Sünde.
Alle Menschen, die der Erbsünde unterliegen, sind dem Gesetz des Todes unterworfen.
Die Seelen der Gerechten, die im Augenblick ihres Todes von jeder Sündenschuld und Sündenstrafe frei sind, gelangen in den Himmel.
Die Seligkeit im Himmel währt in alle Ewigkeit.
Das Ausmaß der glückseligen Gottesschau, das den Gerechten gewährt wird, ist proportional zu ihren jeweiligen Verdiensten.
Die Seelen derer, die in persönlicher schwerer Sünde sterben, kommen in die Hölle.
Die Strafe der Hölle währt in alle Ewigkeit.
Die Seelen der Gerechten, die im Augenblick des Todes mit lässlichen Sünden oder zeitlichen Sündenstrafen belastet sind, gelangen ins Fegefeuer.
Am Ende der Welt wird Christus in Herrlichkeit wiederkommen, um Gericht zu halten.
Alle Toten werden am Jüngsten Tag mit ihren Leibern auferstehen.
Christus wird bei seiner Wiederkunft alle Menschen richten.
Die 102 (sicheren) Wahrheiten, die vom kirchlichen Lehramt noch nicht definiert und bestätigt sind
Mit Christus und den Aposteln hat die allgemeine Offenbarung geendet.
Unsere natürliche Gotteserkenntnis in dieser Welt ist keine unmittelbare, intuitive Erkenntnis, sondern eine mittelbare, abstrakte Erkenntnis, weil sie durch die Erkenntnis der Geschöpfe erlangt wird.
Unsere Erkenntnis Gottes hier unten ist nicht eigentliche, sondern analoge Erkenntnis.
Gott ist absolute Schönheit.
Gottes Wissen ist rein und einfach gegenwärtig-aktuell.
Gottes Wissen ist in sich selbst subsistent.
Gottes Wissen ist allumfassend.
Gottes Wissen ist unabhängig von außer-göttlichen Dingen.
Der primäre und formale Gegenstand der göttlichen Erkenntnis ist Gott selbst.
Der Sohn geht aus dem Intellekt des Vaters hervor, auf dem Weg der Zeugung.
Der Heilige Geist geht aus dem Willen bzw. der gegenseitigen Liebe des Vaters und des Sohnes hervor.
Der Vater sendet den Sohn; der Vater und der Sohn senden den Heiligen Geist.
Die Welt ist ein Werk der göttlichen Weisheit.
Gott war frei, diese Welt oder eine andere zu erschaffen.
Das gesamte Menschengeschlecht stammt von einem einzigen Menschenpaar ab.
Jede einzelne Seele wird unmittelbar von Gott aus dem Nichts geschaffen.
Adam empfing die heiligmachende Gnade nicht nur für sich, sondern für alle seine Nachkommen.
Gott setzte auch für die Engel ein übernatürliches letztes Ziel, nämlich die unmittelbare Anschauung Gottes, und stattete sie mit heiligmachender Gnade aus, damit sie dieses Ziel erreichen könnten.
Die Engel wurden einer moralischen Prüfung unterzogen.
Die bösen Geister (Dämonen) wurden von Gott gut erschaffen; sie wurden durch ihre eigene Schuld böse.
Die Hauptaufgabe der guten Engel ist die Verherrlichung und der Dienst Gottes.
Jeder Gläubige hat seit seiner Taufe einen besonderen Schutzengel.
Die hypostatische Union wurde niemals unterbrochen.
Das Blut im lebendigen Leib Jesu Christi ist ein integrierender Bestandteil seiner menschlichen Natur und unmittelbar, nicht nur mittelbar, mit der Person des göttlichen Logos vereint.
So wie der ganzen menschlichen Natur Christi Latria (Anbetung) gebührt, so auch ihren einzelnen Teilen.
Die Seele Christi besaß vom ersten Augenblick ihrer Existenz an die unmittelbare Gottesschau.
Das menschliche Wissen Christi war frei von positiver Unwissenheit und Irrtum.
Aufgrund seiner Ausstattung mit der Fülle geschaffener Habitusgnade ist die Seele Christi auch akzidentiell heilig.
Die Menschheit Christi besitzt als Werkzeug des Logos die Macht, übernatürliche Wirkungen hervorzubringen.
Die Seele Christi war den sinnlichen Regungen unterworfen.
Gott war nicht gezwungen, die Menschheit zu erlösen, weder durch einen inneren noch durch einen äußeren Zwang.
Christus ist der höchste Prophet, der im Alten Bund verheißen wurde, und der absolute Lehrer der Menschheit.
Christus verdiente sich selbst den Zustand der Verherrlichung (Auferstehung, Verklärung des Leibes, Himmelfahrt).
Christus hat alle übernatürlichen Gnaden, die die gefallene Menschheit empfängt, verdient.
Das Totenreich ist der Aufenthaltsort der Seelen der Gerechten der vorchristlichen Zeit, das sogenannte „Vorhöllenreich“ (Limbus Patrum).
Maria gab dem Erlöser, der Quelle aller Gnaden, das Leben, und ist dadurch „Kanal aller Gnaden“.
Maria, die Mutter Gottes, gebührt der Kult der Hyperdulia.
Die aktuelle Gnade (actual grace) erleuchtet innerlich und unmittelbar den Verstand und stärkt den Willen.
Die Gnade des Glaubens ist nicht notwendig, um eine sittlich gute Handlung zu vollbringen.
Die aktuelle Gnade ist nicht notwendig, um eine sittlich gute Handlung zu vollbringen.
Im Zustand der gefallenen Natur ist es dem Menschen ohne wiederherstellende Gnade (gratia sanans) moralisch unmöglich, das gesamte Sittengesetz über einen längeren Zeitraum zu erfüllen und alle schweren Versuchungen zu überwinden.
Die Gnade kann nicht erbeten werden durch ein ausschließlich natürliches Gebet.
Der Mensch kann aus sich selbst heraus keine positive Disposition für die Gnade erlangen.
Gott gibt allen unschuldigen Ungläubigen (infideles negativi) ausreichende Gnade, um das ewige Heil zu erlangen.
Die heiligmachende Gnade ist ein übernatürlicher Seinszustand, der von Gott eingegossen wird und dauerhaft in der Seele wohnt.
Die heiligmachende Gnade ist keine Substanz, sondern ein wirkliches Akzidens, das im Wesen der Seele haftet.
Die übernatürliche Gnade ist eine Teilhabe an der göttlichen Natur.
Die heiligmachende Gnade macht den Gerechten zum Tempel des Heiligen Geistes.
Der Verlust der heiligmachenden Gnade zieht immer den Verlust der Liebe (Caritas) nach sich.
Die Kirche ist der mystische Leib Jesu Christi.
Aufgrund ihres Ziels und der Mittel, die sie zu dessen Verwirklichung einsetzt, ist die Kirche eine übernatürliche geistliche Gesellschaft.
Die Kirche ist eine vollkommene Gesellschaft.
Die Kirche ist unvergänglich, das heißt, sie bleibt und wird bis zum Ende der Welt die von Christus gegründete Heilsinstitution sein.
Gegenstand der sekundären Unfehlbarkeit sind jene Wahrheiten der christlichen Lehre über Glauben und Sitte, die nicht formal geoffenbart sind, aber in engem Zusammenhang mit der Offenbarungslehre stehen.
Die von Christus gegründete Kirche ist eine äußere sichtbare Gemeinschaft.
Nicht nur die heiligen, sondern auch die sündigen Glieder gehören zur Kirche.
Mitglieder der Kirche sind jene, die das Sakrament der Taufe gültig empfangen haben und nicht von der Einheit des Glaubensbekenntnisses und der rechtmäßigen Kirchengemeinschaft getrennt sind.
Die Glieder des Gottesreiches auf Erden und die im jenseitigen Bereich durch die erlösende Gnade Christi Geheiligten sind durch ein gemeinsames übernatürliches Leben mit dem Haupt der Kirche und untereinander verbunden.
Durch Fürbittgebet können sich die Gläubigen auf Erden gegenseitig Gnadengaben von Gott erbitten.
Die Gläubigen auf Erden können durch ihre im Stand der Gnade vollbrachten guten Werke für einander Sühnung leisten.
Die Sakramente des Neuen Bundes sind wirksame Gnadenzeichen, die von Christus eingesetzt wurden.
Christus hat alle Sakramente unmittelbar und persönlich eingesetzt.
Christus hat die Substanz der Sakramente festgelegt. Die Kirche hat keine Vollmacht, diese zu verändern.
Gott kann die Gnade auch ohne die Sakramente vermitteln.
Der eigentliche Spender der Sakramente ist der Gott-Mensch Jesus Christus selbst.
Die Gültigkeit und Wirksamkeit der Sakramente ist unabhängig von der Rechtgläubigkeit und dem Gnadenstand des Spenders.
Für die Gültigkeit der Sakramente im Falle erwachsener Empfänger ist die Absicht notwendig, das Sakrament zu empfangen.
Die Sakramente des Alten Testaments bewirkten ex opere operato nicht Gnade, sondern nur eine äußere gesetzmäßige Reinheit.
Die nächste Materie (materia proxima) des Taufsakraments ist das Abwaschen des Leibes mit Wasser durch physischen Kontakt.
Die Form der Taufe besteht in den Worten des Spenders, die sie begleiten und näher bestimmen.
Als Sakrament der Lebenden bewirkt (an sich) die Firmung eine Vermehrung der heiligmachenden Gnade.
Der außerordentliche Spender der Firmung ist ein Priester, dem diese Vollmacht durch allgemeines Recht oder ein besonderes apostolisches Indult verliehen wird.
Die Firmung kann jeder Getaufte empfangen, der nicht schon gefirmt ist.
Die Wiederholung der Firmung ist ungültig und schwer sündhaft.
Die sakramentalen Akzidenzien behalten nach der Verwandlung der Substanz ihre physische Wirklichkeit bei.
Die sakramentalen Akzidenzien bestehen ohne Träger (Subjekt), in dem sie haften.
Die wirkliche Gegenwart Christi in der Eucharistie ist ein Glaubensgeheimnis.
Die Form der Eucharistie besteht in den Einsetzungsworten Christi, die bei der Wandlung ausgesprochen werden.
Die Hauptfrucht der Eucharistie ist die innere Vereinigung des Empfängers mit Christus.
Die Eucharistie bewahrt und vermehrt das übernatürliche Leben der Seele als Seelenspeise.
Die Eucharistie ist ein Unterpfand der himmlischen Glückseligkeit und der zukünftigen Auferstehung des Leibes.
Für Erwachsene ist der Empfang der Eucharistie zum Heil notwendig aus Gebot (necessitate praecepti).
Der ordentliche Spender der Eucharistie ist der Priester; der außerordentliche Spender ist der Diakon (mit Erlaubnis des Ortsordinarius oder des Pfarrers aus wichtigem Grund).
Jene Sünden, die bereits unmittelbar durch die Schlüsselgewalt der Kirche vergeben wurden, sind ein hinreichender Gegenstand der Beichte.
Die Quelle der Ablässe ist der Gnadenschatz der Kirche, der aus den überaus reichen Genugtuungen Christi und der Heiligen besteht.
Die Letzte Ölung ist an sich (per se) nicht zum Heil notwendig.
Die Bischofsweihe ist ein Sakrament.
Die Diakonenweihe ist ein Sakrament.
Der außerordentliche Spender der vier niederen Weihen und der Subdiakonatsweihe ist der Priester.
Das Weihesakrament kann nur gültig von einem getauften Mann empfangen werden.
Die Ehe ist nicht vom Menschen, sondern von Gott eingesetzt.
Das Hauptziel der Ehe ist die Erzeugung und Erziehung der Nachkommen; das zweite Ziel ist die gegenseitige Hilfe und die sittlich geordnete Befriedigung des Geschlechtstriebs.
Die Wesenseigenschaften der Ehe sind Einheit (Monogamie) und Unauflöslichkeit.
Jeder gültige Ehekonsens unter Christen ist für sich genommen bereits ein Sakrament.
Die Brautleute sind in der Ehe einander die Spender des Sakraments.
Die Kirche besitzt das alleinige und ausschließliche Recht, in den Ehesachen getaufter Personen Gesetze zu erlassen und Recht zu sprechen, soweit diese das Sakrament betreffen.
Mit dem Tod hört die Möglichkeit zum Verdienen oder Verschulden oder zur Bekehrung auf.
Die Zeit der zweiten Wiederkunft Jesu ist den Menschen unbekannt.
Die Leiber der Gerechten werden nach dem Vorbild des auferstandenen Christus umgestaltet und verklärt.
Die Leiber der Gottlosen werden zwar unverweslich und unsterblich auferstehen, aber nicht verklärt.
Die gegenwärtige Welt wird am Jüngsten Tag zugrunde gehen.
Die gegenwärtige Welt wird am Jüngsten Tag erneuert werden.