2024.11.24 Kommentar

Die Lesungen des Festes Christkönig heben einen zentralen Kern des Glaubens hervor: die Königsherrschaft Jesu Christi über die gesamte Schöpfung. Sie führen von alttestamentlichen Prophezeiungen über das eschatologische Bild bis hin zur Offenbarung Jesu Christi im Evangelium.

Ewiges Königtum und göttliche Wahrheit: Alle Lesungen betonen, dass die Herrschaft Christi nicht auf weltliche Macht reduziert werden kann. Sie ist göttlich, ewig und universell. Sein Königtum zeigt sich durch Wahrheit, Gerechtigkeit und Heil für alle Völker. Dieser Herrschaft wird durch Gehorsam begegnet – ein Gehorsam, der auf der Annahme der Wahrheit und dem Hören auf seine Stimme beruht. Wer sein Königtum und seine Wahrheit anerkennt, wird ein Teil seines Reiches.

Jesus als Messias und Erfüllung der Verheißung: Die alttestamentliche Verheißung des „Menschensohnes“ in Daniel erfüllt sich in Jesus Christus, wie in der Offenbarung und im Evangelium dargelegt. Er ist der endgültige König, der über alles regiert, und dessen Reich niemals vergeht. 

Die Lesungen laden uns ein, die Königsherrschaft Christi nicht nur zu feiern, sondern auch anzuerkennen, dass seine Herrschaft anders ist – nämlich eine des Dienens, der Wahrheit und des ewigen Lebens. Diese Königsherrschaft fordert Gehorsam, der nicht auf äußerer Macht beruht, sondern auf einer inneren Entscheidung, der Wahrheit Christi zu folgen. Sie heben den eschatologischen Charakter hervor, der uns zur Hoffnung auf die Vollendung seines Reiches führt. Es ist eine Einladung an alle, Teil seines Reiches zu werden – unabhängig von Herkunft, Status oder Vorwissen – durch die Entscheidung für die Wahrheit, die in Christus vollkommen offenbart ist.